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Grand Prix der Nationen 2004 in Wyhl 

 

 

 

 

 

 

19.06.2004 – Zum Abschluss des Grand Prix der Nationen in Wyhl bekamen die Zuschauer heute Nachmittag Bogenschießen vom Feinsten geboten. Die Endrunden der Mannschaftswettbewerbe zeigten noch einmal Weltklasseniveau, das in dieser Form nur alle zwei Jahre in Deutschland zu bestaunen ist.

 

Mit dabei auch das Herrenteam des Deutschen Schützenbundes, das sich im olympischen Recurvebogen heute morgen in die Vorschlussrunde geschossen hatte und erst in diesem Halbfinale von den favorisierten Australiern am Finaleinzug gehindert wurde.
 
Nach den Siegen gegen Taiwan und China und der nur knappen Niederlage gegen die Schützen vom Fünften Kontinent hatten Udo Böttcher (Peine), Jens Pieper (Braunschweig) und Frank von Dincklage (Berlin/Foto links) gegen Russland im Kampf um die Bronzemedaille genügend Selbstbewusstsein, um die Begegnung lange Zeit offen zu gestalten.
 
76:77 hieß es aus deutscher Sicht nach der ersten Passe und auch nach den zweiten neun Pfeilen waren die Russen bei 150:151 nicht weiter weg. In der letzten Passe jedoch trafen die deutschen Schützen nur noch zweimal die Neun, gegenüber sechs Achter und einer Sieben und dies war gegen das starke russische Team einfach zu wenig.
 
230:223 hieß es am Ende für Russland, das damit die Bronzemedaille
gewinnen konnte. Die deutschen Herren, sonst oft im Schatten der Damenmannschaft, zeigte hier in Wyhl eine geschlossene Mannschaftsleistung, die für die Zukunft hoffen lässt.
 
Bundestrainer Viktor Bachmann gleich nach dem Finale: „Schießtechnisch kann ich wenig kritisieren, das war schon in Ordnung, was die Drei geleistet haben. Gefehlt hat ein wenig das Gefühl für den Wind. Die Schüsse gingen zu oft nach links und nach rechts, da haben wir dann die entscheidenden Ringe gelassen. Aber es war ein großer Erfolg für unsere Herren. Es hatte heute
morgen sicherlich keiner erwartet, das wir am Ende unter den vier Besten Teams der Welt sind.“
 
Australien gewann im Finale nach einem spannenden Verlauf am Ende überraschend deutlich gegen die Bogenkünstler aus Südkorea mit 250:244. In der letzten Passe verloren die Asiaten bei anhaltendem Regen die entscheidenden Ringe..

Bei den Damen gewann Südkorea im Gesamtergebnis zwar zahlenmäßig deutlich mit 249:241 gegen China, doch war es der letzte Durchgang, die dieses Match entschied, denn nach der zweiten Passe führten die Chinesinnen noch mit 165:164. Im kleinen Finale um Rang drei siegte Polen bei den Damen mit 226:224 über Indien. 
Die Südkoreanerinnen stellten heute einen zweiten Weltrekord auf. Mit 505 Ringen verbesserten sie die alte Marke bei 2 x 27 Pfeilen gleich um fünf Ringe.

 
Im Compoundbogen hieß die Finalpaarung sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Holland gegen Norwegen und in beiden Begegnungen hatten die Niederländer das bessere Ende für sich. Die Damen gewannen 247:240 gegen die Skandinavierinnen, bei den Herren ging es nach 249:249 in ein Stechen, dass die Holländer mit 28:27 für sich entscheiden konnten.
 
Die Bronzemedaille bei den Herren ging an Dänemark durch einen 241:238-Erfolg gegen Slowenien. Dritter bei den Damen wurde das deutsche Team, das heute morgen im Semifinale gegen Norwegen unterlag. In diesem Wettbewerb starteten nur drei Mannschaften.

(Texts aus der Deutschen Schützenzeitung des DSB 2004)

 

 

 

 

 

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